{"id":70,"date":"1998-11-18T06:24:55","date_gmt":"1998-11-18T04:24:55","guid":{"rendered":"https:\/\/psychose-seminar.info\/?page_id=70"},"modified":"1998-11-18T06:24:55","modified_gmt":"1998-11-18T04:24:55","slug":"psycho-pillen-fluch-oder-segen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.psychose-seminar.de\/?page_id=70","title":{"rendered":"Psycho-Pillen &#8211; Fluch oder Segen?"},"content":{"rendered":"<p><b>Psychoseseminar am 18. November 1998<\/b><\/p>\n<p>Vorbereitung:<\/p>\n<p>Poster an die Wand h\u00e4ngen mit der Frage:<\/p>\n<p><b>Habe ich Psycho-Pillen als Fluch oder\/und Segen erlebt?<\/b><\/p>\n<p>-&gt; Stummes Schreibgespr\u00e4ch<\/p>\n<p><b>Pause<\/b><\/p>\n<p>Gespr\u00e4ch unter dem Aspekt: Was hat mich besonders angesprochen?<\/p>\n<p>anwesendes Fachpersonal: Fr. Dr. B. (Rhein. Kliniken), Fr. K. (Mitarbeiterin Die Kette, Kreuzau)<\/p>\n<p>Moderation: Fr. M.<\/p>\n<p>Teilnehmerinnen (insg.): 23 Personen<\/p>\n<p>Infos zum Seminar: v. a. \u00fcber pers\u00f6nliche Information<\/p>\n<p><b>Durchf\u00fchrung:<\/b><\/p>\n<p>Stummes Schreibgespr\u00e4ch wie oben \u2014&gt; Gespr\u00e4ch zum Thema<\/p>\n<p><b>Ergebnisse:<\/b><\/p>\n<p>Aus meinen pers\u00f6nlichen Erfahrungen kann ich sagen: Psycho-Pillen verursachen sch\u00e4digende Auswirkungen. Sie sind nicht immer erforderlich!<\/p>\n<ul>\n<li>bestimmt richtig \u2014&gt; also sollte man immer abw\u00e4gen, wann es angebracht ist und wie das Mittel bei einer bestimmten Person wirkt. Und eine st\u00e4ndige Kontrolle.<\/li>\n<li>Man mu\u00df den Zeitpunkt des Absetzens genau herausfinden.<\/li>\n<li>Nur bedingt richtig. Lieber \u00fcber einen zeitraum hinweg Medikamente nehmen als eine akute Psychose zu bekommen.<\/li>\n<li>Ich denke , jeder mu\u00df viel lernen selbst gut damit fertig zu werden und umzugehen.<\/li>\n<li>Bei Ver\u00e4nderungen mu\u00df die R\u00fccksprache mit dem Arzt geschehen.<\/li>\n<li>Mit dem Arzt absprechen, welche Mittel wirksam sind und eine angemessenen Dosierung absprechen.<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>Ich nehme keine Pillen, aber in meinem Umfeld habe ich es mehr als Segen empfunden. Leider auch mit Nebenwirkungen.<\/p>\n<ul>\n<li>Das mit den Nebenwirkungen w\u00fcrde ich best\u00e4tigen, aber wenn das Mittel hilft, w\u00fcrde ich auch so sehen, wenn sie nicht zu stark sind.<\/li>\n<li>Ich w\u00fcrde lieber verzichten, aber das R\u00fcckfallrisiko ist zu gro\u00df; also mu\u00df ich vor allem das \u00dcbergewicht tragen.<\/li>\n<li>\u00dcbergewicht durch vern\u00fcnftige Di\u00e4t und Sport ausgleichen<\/li>\n<li>Manchmal habe ich Nebenwirkungen fast so schrecklich angesehen, wie die Erkrankung selbst, dennoch ist es manchmal eine wichtige Durchgangszeit.<\/li>\n<li>Nebenwirkungen k\u00f6nnen nicht unterbunden werden.<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>Am Anfang habe ich die Psycho-Pille als Segen empfunden. Danach als Fluch. Teilweise weil ich zugenommen habe und sie nicht mehr die Wirkung hatte wie am Anfang.<\/p>\n<ul>\n<li>Ich bin der gleichen Meinung wie oben. Allerdings mu\u00df bei nachlassender Wirkung ein Arzt aufgesucht werden.<\/li>\n<li>Gewichtszunahme war auch bei mir die schlimmste Nebenwirkung. ich k\u00e4me lieber ohne aus und k\u00f6nnte dann leichter abnehmen.<\/li>\n<li>Am Anfang habe ich Psycho-Pillen eher als Fluch empfunden, da ich die Notwendigkeit, Tabletten nehmen zu m\u00fcssen noch nicht eingesehen hatte.<\/li>\n<li>Es ist schwer zu sagen, ob die Psycho\u2014Pille Fluch oder Segen ist.<\/li>\n<li>Gespr\u00e4che f\u00fchren ist erstrebenswert.<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>Ich habe Psycho-Pillen als Fluch und Segen erlebt. Sie waren beides f\u00fcr mich. Sie gehen extrem auf die Birne.<\/p>\n<ul>\n<li>Die Pillen wirken logisch auf den Kopf, weil von dort das Erleben gesteuert wird, sonst gleiche Meinung.<\/li>\n<li>F\u00fcr mich waren sie Segen, weil sie mir einen Halt gaben. Allerdings wurde meine Kreativit\u00e4t eingeschr\u00e4nkt.<\/li>\n<li>Besser leichte D\u00e4mpfung, als st\u00e4ndige Angst- und Erregungszust\u00e4nde.<\/li>\n<li>Womit ist das Leben lebenswert?<\/li>\n<li>Ohne Psycho\u2014Pillen kann eine Psychose nicht immer geheilt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>Durch zu viele Medikamente starke k\u00f6rperliche und geistige St\u00f6rungen verursacht.<\/p>\n<ul>\n<li>Nebenwirkungen sind bei fast allen Psychopharmaka nicht auszuschlie\u00dfen. Wenn die Behandlung weiter fortgeschritten ist, lassen die Nebenwirkungen nach. Dauerhafte Sch\u00e4digungen des Gehirns sind glaube ich nur selten der Fall.<\/li>\n<li>Was ich f\u00fcr Nebenwirkungen habe, habe ich noch nicht herausgefunden.<\/li>\n<li>Ich denke, man mu\u00df auch eine Zeit ohne Medikamente ausprobieren und \u00e4rztlicher Kontrolle.<\/li>\n<li>Wenn man bereit ist, unter \u00e4rztlicher Kontrolle die Medikamente zu reduzieren und sich bewu\u00dft in die Gefahr einer Krise begibt, kann man lernen mit den Medikamenten selbst umzugehen. Das ist wichtig f\u00fcr die Dosierung. Die Nebenwirkungen bleiben bei richtiger Dosierung sehr gering.<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>Thema: Habe ich Psycho-Pillen als Fluch oder Segen erlebt?<\/p>\n<ul>\n<li>eher als minder da ich zur Festlegung (im Krankenhaus) keinen Einflu\u00df auf die Art hatte.<\/li>\n<li>es wird begr\u00fcndet (von au\u00dfen), da\u00df sie wohltun!<\/li>\n<li>Da\u00df man keinen Einflu\u00df im Krankenhaus hat, habe ich auch erlebt.<\/li>\n<li>Da m\u00fc\u00dfte man den Arzt wohl l\u00f6chern: was, wie, warum und auch mit anderen Leuten dar\u00fcber reden, denen man vertraut.<\/li>\n<li>lm Krankenhaus wird \u00fcberwiegend ruhig gestellt durch die Vielzahl der Patienten.<\/li>\n<li>Der Patient braucht auch eine eigene Meinung \u00fcber Medikamente. Nur er selber kann feststellen, ob sie gut oder schlecht sind. Dem Arzt nie blindlings vertrauen.<\/li>\n<li>Ohne Zusammenarbeit zwischen Patient und Arzt kann eine optimale Therapie kaum gefunden werden!<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>Psycho-Pillen waren f\u00fcr mich ein Segen, weil sie mir ein hilfreiches St\u00fctzkorsett waren. Sie schr\u00e4nkten allerdings sehr meine geistige Beweglichkeit und meine Kreativit\u00e4t ein. Sie waren ein Fluch f\u00fcr mich , weil mein K\u00f6rper davon abh\u00e4ngig wurde und ich sie nicht weglassen konnte. Nur um den Preis einer neuen Psychose. Ich habe \u00fcber 6 Jahrelang vorsichtig reduziert, gelernt mit Krisen und Medikamenten umzugehen und bin heute nach 23 Jahren psychischer Erkrankung ohne Medikamente.<\/p>\n<ul>\n<li>ein schwerer Weg, der sich wohl gelohnt hat.<\/li>\n<li>Ohne Medikamente kann ich nur bef\u00fcrworten. Es war die richtige Entscheidung.<\/li>\n<li>Ein beeindruckender Weg, der offensichtlich eine starke Auseinandersetzung mit der Krankheit vielleicht auch ihre Annahme erforderte.<\/li>\n<li>Hier wird die Problematik deutlich und da\u00df es keine pauschale Antwort gibt ob gut oder b\u00f6se.<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>Aus Beobachtungen: Der Kranke wirkt m\u00fcde, manchmal verwirrend; mu\u00df viel schlafen!<\/p>\n<ul>\n<li>Das stimmt: Es ist erstrebenswert, wenn man bemerkt, da\u00df der Mensch es einsieht, da\u00df eine Verbesserung eintritt.<\/li>\n<li>Die Pille ist nach wie vor wichtig, die Nebenwirkungen mu\u00df man halt in Kauf nehmen.<\/li>\n<li>Man kann die Dosis verringern mit Absprache mit Arzt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Ich bin froh, da\u00df es diese Pillen gibt. Leider haben sie sehr viele Nebenwirkungen.<\/p>\n<ul>\n<li>Nebenwirkungen m\u00fcssen mit dem behandelnden Nervenarzt besprochen werden. Der kann dann evtl. die Dosis herabsetzen. Blutbild\u2014Kontrollen m\u00fcssen eingehalten werden.<\/li>\n<li>M\u00fcssen Nebenwirkungen hingenommen werden? Bis zu welcher Grenze mu\u00df man sie aushalten?<\/li>\n<li>Ich habe festgestellt, da\u00df die Nebenwirkungen wegbleiben, wenn ich die Medikamente wirklich brauche. Nehme ich jedoch zuviel, treten Nebenwirkungen auf.<\/li>\n<li>Die Nebenwirkungen sind schwer zu ertragen, aber immer noch besser als in die Psychose abzugleiten.<\/li>\n<li>finde ich auch so<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>Psycho-Pillen sind f\u00fcr viele Kranke sicherlich eine ganz wichtige Unterst\u00fctzung. Besonders in akuten Krisen. Wichtig erscheint mir dabei, da\u00df die Medikamente gut dosiert werden. Weitere Unterst\u00fctzung durch Gespr\u00e4che usw. sollte nicht fehlen.<\/p>\n<ul>\n<li>O. k.<\/li>\n<li>Psychopillen machen eine soziale Integration in den Alltag und evtl. Beruf m\u00f6glich.<\/li>\n<li>Pillen plus Gespr\u00e4che \/ Beratung w\u00e4ren optimal.<\/li>\n<li>Sehe ich auch so.<\/li>\n<li>Beratung habe ich selten erfahren. Ich wurde eigentlich immer zu den Pillen abgeschoben, jetzt bin ich erst in die Gespr\u00e4chstherapie eingestiegen nach 3 Jahren Pillen.<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>Fluch -&gt; weil zu starke Nebenwirkungen wie M\u00fcdigkeit, sehr hohe Gewichtszunahme durch niedrige Verbrennung durch Stoffwechselverlangsamung, gro\u00dfen Hungen Wasseransammlung.<\/p>\n<p>Segen -&gt; Psychosesymptome z. B. Unruhe, Schlaflosigkeit, Stimmungsschwankungen waren behoben.<\/p>\n<ul>\n<li>Der Fluch ist immer da. Weil er der Medizin dient.<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>Als Segen, aber nicht als Psycho, da nur somatische Wirkung (die Magenschmerzen gingen weg), aber gef\u00fchlt habe ich mich wie sonst auch. Bei einer Freundin hatte dasselbe Mittel eine euphorische M\u00fcrkung.<\/p>\n<ul>\n<li>Es gibt auf die jeweilige Person und Krankheit abgestimmte Medikamente, nicht bei allen ist die Wirkung gleich.<\/li>\n<li>Ich habe auch Magenschmerzen gekriegt.<\/li>\n<li>W\u00fcrde Ihnen w\u00fcnschen, etwas besser wirksames zu finden (oder habe ich Sie falsch verstanden)<\/li>\n<li>Eine paradoxe Wirkung im somatischen Bereich!<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>Als Fluch:<\/p>\n<ul>\n<li>wegen der Nebenwirkungen<\/li>\n<li>Verlust der Pers\u00f6nlichkeit<\/li>\n<\/ul>\n<p>Als Segen:<\/p>\n<ul>\n<li>Ruhe und Ausgeglichenheit bekommen<\/li>\n<li>M\u00f6glichkeit bzw. F\u00e4higkeit der Eigenaktivit\u00e4ten<\/li>\n<li>Verhandlungsf\u00e4higkeit wieder erlangt<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>habe auch beides<\/li>\n<li>habe Pers\u00f6nlichkeitsver\u00e4nderungen gesp\u00fcrt, vor allem ewig m\u00fcde; habe 19 Stunden vom Tag geschlafen, kein Pers\u00f6nlichkeitsverlust.<\/li>\n<li>Die Pille ist notwendig, aber auch regelm\u00e4\u00dfige Arztbesuche. Vielleicht k\u00f6nnen dann Nebenwirkungen teilweise abgestellt werden.<\/li>\n<li>Man sollte sich nie aufgeben.<\/li>\n<li>Sie m\u00fcssen bei Zeiten abgesetzt werden.<\/li>\n<li>Es geht auch ohne. Dauereinnahme ist nicht notwendig und kann ich nicht gut hei\u00dfen.<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>Fluch: Gefahr der Abh\u00e4ngigkeit, unerw\u00fcnschte Nebenwirkungen wie z. B. Gewichtszunahme.<\/p>\n<p>Segen: ausgeglichenere Stimmungslage<\/p>\n<ul>\n<li>Beiden Aussagen kann ich zustimmen. Psycho-Pillen k\u00f6nnen Fluch und Segen sein.<\/li>\n<li>Es ist zu \u00fcberlegen, welche Alternativen gibt es? Wenn ich keine Psychopillen nehme, bekomme ich einen R\u00fcckschlag mit dem Risiko einer erneuten Verschlechterung.<\/li>\n<li>Ob Psycho-Pillen erforderlich sind, h\u00e4ngt sicher von der Erkrankung ab. Wenn welche verordnet werden ist zu kl\u00e4ren, welches Pr\u00e4parat in welcher Dosierung.<\/li>\n<li>Diejenigen, die die Psycho-Pillen verschreiben, sollten wenigstens einmal davon<\/li>\n<\/ul>\n<p>selber einnehmen, um ihre Wirkung besser \u00fcbersehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Segen bei der Behandlung akut bedrohlicher Situationen und auch in der R\u00fcckfallprophylaxe.<\/p>\n<p>Fluch im hinblick auf die vielen unerw\u00fcnschten Nebenwirkungen, die die Bereitschaft zur Einnahme der Medikamente verst\u00e4ndlicherweise senken.<\/p>\n<ul>\n<li>Eine Alternative zur medikament\u00f6sen Behandlung akuter Krankheiten gibt es sicherlich nicht. Bei dauerhafter Anwendung ist eine Abw\u00e4gung der Vor- und Nachteile erforderlich.<\/li>\n<li>Kann dem 2. zustimmen.<\/li>\n<li>Ja. Stimme dem 3. zu.<\/li>\n<li>evtl. jahrelanges Ausprobieren ehe das passenden gefunden ist<\/li>\n<li>schwierig, wenn Nebenwirkungen in kauf genommen werden m\u00fcssen<\/li>\n<li>Medikamente k\u00f6nnen ein St\u00fcck Freiheit zur\u00fcckgeben, erm\u00f6glichen Teilnahme an gesellschaftl. Leben<\/li>\n<li>Medikamente k\u00f6nnen Krisen, die mit furchtbaren Erlebnissen einhergehen mildern<\/li>\n<li>Allen 4 Punkten kann zugestimmt werden, allerdings dauert es nicht immer jahrelang das richtige Medikament zu finden.<\/li>\n<li>zu 1) darf nicht solange dauern. zu 2) ja zu 3) m\u00f6glich zu 4) ja + Therapie<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>1. Segen: Mit Psycho-Pillen keine akute Psychose mehr<\/p>\n<p>2. Fluch: permanente Einnahme f\u00fchrt zu Abh\u00e4ngigkeit<\/p>\n<ul>\n<li>zu 1: schwer festzustellen; zu 2: das kann bei Psycho\u2014Pharmaka der Fall sein.<\/li>\n<li>zu 1: daran sieht man, da\u00df eine Einnahme gut \u00fcberlegt und besprochen werden mu\u00df und auf den einzelnen abgestimmt.<\/li>\n<li>\u00fcberhaupt von entscheidender Bedeutung und gl\u00fccklicherweise heute m\u00f6glich: die Auseinandersetzung zwischen Patient und Arzt<\/li>\n<li>es gibt auch Psycho-Pillen, die nicht abh\u00e4ngig machen<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>Ich habe beides erlebt.<\/p>\n<ul>\n<li>Es ist in der Tat richtig, man kann mit der Einnahme beides erleben. In den meisten F\u00e4llen geht es meiner Ansicht nach ohne.<\/li>\n<li>es scheint nicht, als habe der Segen gesiegt<\/li>\n<li>Ich wei\u00df nicht, ob man unbedingt Psycho-Pillen nehmen mu\u00df<\/li>\n<li>Wenn von \u00e4rztlicher Seite aus gesagt wird, da\u00df Psycho-Pillen genommen wedenen sollen, dann ist es wohl besser, auch nicht eigenm\u00e4chtig abzusetzen, kommt meistens wieder zum r\u00fcckfall (24\u2014j\u00e4hriger Krankheitsverlauf).<\/li>\n<li>das trifft das Problem, es gibt keine richtige Einsch\u00e4tzung zu diesen Medikamenten.<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>1) Segen!<\/p>\n<p>Nebenwirkungen m\u00fcssen besprochen und beachtet werden.<\/p>\n<ul>\n<li>2) Nach einer gewissen Zeit mu\u00df mehr auf die Nebenwirkungen geachtet werden. Der Patient mu\u00df protestieren oder die Angeh\u00f6rigen.<\/li>\n<li>zu 1) Ja, das stimmt, wenn die Nebenwirkungen gering sind oder geringere Ver\u00e4nderungen vorgenommen werden k\u00f6nnen. zu 2) Mitspracherecht beim Arzt, Einflu\u00df bei Besprochenem.<\/li>\n<li>Nebenwirkungen sind meist ausgeschlossen.<\/li>\n<li>Man mu\u00df lernen mit den Nebenwirkungen zu leben. (Medikament gegen Nebenwirkungen \u2014 z. B. Akineton)<\/li>\n<li>Mu\u00df man auf jeden Fall mit allen Nebenwirkungen sich abfinden und leben lernen?<\/li>\n<li>F\u00fcr mich sind Medikamente heute nicht mehr n\u00f6tig, weil ich gelernt habe in Krisenzeiten mit meiner Krankheit und meinen Medikamenten (die ich dann wieder nehme) umzugehen.<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>Psycho-Pillen als Fluch \u2014 w\u00e4hrend des 1. Klinikaufenthaltes \u2014 weil noch unbekannt (1974) \u2014 inzwischen als notwendig erachtet und f\u00fcr notwendig empfunden. (Nebenwirkungen inzwischen in Kauf genommen).<\/p>\n<ul>\n<li>Wurde die Suche nach einem Nebenwirkungspr\u00e4parat aufgegeben? Welche Nebenwirkungen sind eigentlich ertr\u00e4glich? Ist dies immer in Relevanz zur Symptomatik zu sehen.<\/li>\n<li>Dauereinnahme der Medikamente sind nicht notwendig. Es gibt alternative Methoden, die zu wenig beachtet werden. Nebenwirkungen sind nicht einfach hinzunehmen.<\/li>\n<li>Falls Medikamente dauernd erforderlich, sollte gemeinsam mit dem Arzt die niedrigste Dosierung ausprobiert werden um die Nebenwirkungen zu minimieren.<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>Als Fluch habe ich Medikamente nur immer am Anfang der Behandlung empfunden. Die ersten wochen bei station\u00e4rem Aufenthalt waren oft schlimm, da die Medikamente in hoher \u00dcberdosierung verabreicht wurden. Das Medikament Akineton, welches mir oft (aus welchen Gr\u00fcnden auch immer) nicht von Anfang an verabreicht wurde, lindert sehr stark die Nebenwirkungen der anderen Psychopharmaka.<\/p>\n<ul>\n<li>Ich habe auch bei sehr starken Medikamenten (Gianimon, Neurocil etc.) bei einem Klinikaufenthalt auch kein Akineton \u2014 trotz Wunsch \u2014 bekommen, um die Steife des K\u00f6rpers etwas zu lockern; ich wurde immer weggeschickt.<\/li>\n<li>Gut eingestellt k\u00f6nnen Psychopharmaka hilfreich sein. Das zu erreichen braucht offensichtlich eine Weile. F\u00fcr mehrfache Behandlungen w\u00e4re eine Behandlungsvereinbarung hilfreich. Darin sind bew\u00e4hrte Medikamente festzuschreiben, so da\u00df \u00dcberdosierungen weniger n\u00f6tig werden.<\/li>\n<li>Es mu\u00df vielmehr auf den Patienten eingegangen werden, wenn viele Nebenwirkungen angesagt sind: oft sind die Angeh\u00f6rigen bessere Vermittler.<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>Psycho Pillen habe ich als Segen erlebt. Medikament\u00f6se Therapieunterst\u00fctzung ist meines Erachtens hilfreich zur Behandlung von Krankheiten und zur Linderung von Schmerzen.<\/p>\n<ul>\n<li>Psychopillen sind nicht nur Segen. Sie brauchen die Unterst\u00fctzung durch eine Therapie.<\/li>\n<li>Es dauert eine lange Zeit, vielleicht Jahre, bis sich was \u00e4ndert.<\/li>\n<li>Psychopillen wirken nicht sofort, manchmal gar nicht. In Geduld mu\u00df herausgefunden werden, die f\u00fcr einen richtig sind. Dann ist regelm\u00e4\u00dfige Einnahme wichtig.<\/li>\n<\/ul>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.psychoseseminar.info\/p-seminar\/1998-11.htm\" width=\"350\" height=\"75\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Psychoseseminar am 18. 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