{"id":222,"date":"2008-12-17T17:01:22","date_gmt":"2008-12-17T15:01:22","guid":{"rendered":"https:\/\/psychose-seminar.info\/?page_id=222"},"modified":"2008-12-17T17:01:22","modified_gmt":"2008-12-17T15:01:22","slug":"wohnen-und-arbeiten-nach-dem-klinikaufenthalt-welche-nachsorgeeinrichtungen-gibt-es","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.psychose-seminar.de\/?page_id=222","title":{"rendered":"Wohnen und Arbeiten nach dem Klinikaufenthalt \u2013 Welche Nachsorgeeinrichtungen gibt es?"},"content":{"rendered":"<p><b>Protokoll des Psychoseseminars vom 17.12.2008 von 19.00 \u2013 21.15 Uhr<\/b><\/p>\n<p>Protokollant\/in: Fr. Mischke<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst erfolgt die Begr\u00fc\u00dfung des Auditoriums sowie der anwesenden G\u00e4ste, Dr. Grassnack (RKD); Fr. Grab (RKD), Fr. Dr. Freisen (RKD); Fr. Dr. Weikl (RKD), Hr. B\u00fcrger (Tagesst\u00e4tte die Kette e.V.)<\/p>\n<p><b>1.Welche Nachsorgeeinrichtungen kennen Sie?<\/b><\/p>\n<p>Es wurden folgende Einrichtungen zusammengetragen:<\/p>\n<ul>\n<li>Agentur f\u00fcr Arbeit<\/li>\n<li>IFD (Integrationsfachdienst)<\/li>\n<li>Wohnheime, Wohngemeinschaften, \u201e\u00dcbergangswohnheime\u201c<\/li>\n<li>Tagesklinik<\/li>\n<li>Tagesst\u00e4tte<\/li>\n<li>Gesetzliche Betreuer<\/li>\n<li>Fach\u00e4rzte, Ambulanzen<\/li>\n<li>Selbsthilfe<\/li>\n<li>Soziales Umfeld<\/li>\n<li>Ehrenamtliche Arbeit<\/li>\n<li>Therapeutische Hilfen<\/li>\n<li>Ambulant betreutes Wohnen (BeWo)<\/li>\n<li>Kontakt-u. Beratungsstelle (KoBs)<\/li>\n<li>Berufsf\u00f6rderungswerk<\/li>\n<li>Werkst\u00e4tten (Rurtec, WfB\u00b4s)<\/li>\n<li>Jobcom<\/li>\n<li>Gesundheitsamt, Versorgungsamt<\/li>\n<li>Rentenversicherungstr\u00e4ger<\/li>\n<li>Spezialkliniken (z.B. f\u00fcr Doppeldiagnosen)<\/li>\n<\/ul>\n<p><b>2.Hr. B\u00fcrger stellt die Tagesst\u00e4tte J\u00fclich vor:<\/b><\/p>\n<dl>\n<dd>Die Tagesst\u00e4tte ist eine teilstation\u00e4re Einrichtung, die die Klienten von morgens bis nachmittags besuchen und die Ihnen somit hilft ihren Tagesablauf zu strukturieren. Durch t\u00e4gliche Kontakte wird die Lebensqualit\u00e4t, und damit auch die Bew\u00e4ltigung der eigenen Erkrankung verbessert. Dort werden verschiedene Angebote f\u00fcr die Klienten gemacht, von der klassischen Besch\u00e4ftigungstherapie \u00fcber Freizeitgestaltung bis hin zur gemeinsamen Essenszubereitung. Gemeinsam mit dem Klienten werden Ziele festgelegt, die in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden \u00fcberpr\u00fcft und \u00fcberarbeitet werden. Ein m\u00f6gliches Ziel k\u00f6nnte z.B. der Wiedereinstieg in das Arbeitsleben ein. Voraussetzung f\u00fcr den Besuch der Tagesst\u00e4tte ist eine Erwerbsunf\u00e4higkeit aufgrund einer psychischen Erkrankung (das hei\u00dft, dass attestiert ist, dass man weniger als drei Stunden pro Tag arbeiten kann), und eine fach\u00e4rztliche Stellungnahme, die die Notwendigkeit des Besuchs der Tagesst\u00e4tte belegt. Kostentr\u00e4ger dieser Einrichtung ist der LVR, Dezernat 7, und bis zu einer bestimmten Einkommensgrenze (liegt zurzeit bei 700 \u20ac zzgl. Miete und Nebenkosten) ist der Besuch der Tagesst\u00e4tte kostenlos. Drei Tage in der Woche mu\u00df die Tagesst\u00e4tte mindestens besucht werden, um eine Regelm\u00e4\u00dfigkeit zu entwickeln &#8211; der Zeitpunkt des Besuchs wird individuell mit den Klienten abgestimmt. Weitere Unterst\u00fctzung z. B. Weckanrufe durch die Mitarbeiter k\u00f6nnen bei Bedarf in Anspruch genommen werden.<\/dd>\n<\/dl>\n<p><b>Hr. Schmidt erz\u00e4hlt von seinen Erfahrungen mit dem Berufsf\u00f6rderungswerk:<\/b><\/p>\n<dl>\n<dd>Das Berufsf\u00f6rderungswerk tritt in Aktion, wenn ein Mensch einen bestimmten Beruf gelernt hat und aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden in diesem aber nicht mehr t\u00e4tig sein kann. Wenn man aus diesem Grund arbeitslos wird pr\u00fcft das Arbeitsamt, welcher Tr\u00e4ger zust\u00e4ndig ist und aus Erfahrung wurde berichtet, dass dieser Prozess l\u00e4ngere Zeit in Anspruch nehmen kann. In der sog. \u201eBerufsfindung\u201c wird gepr\u00fcft, welche F\u00e4higkeiten man hat um einen den F\u00e4higkeiten und Neigungen entsprechenden Umschulungsberuf\/Ausbildungsberuf zu finden. Ist dieser Prozess abgeschlossen, wird die eigentliche Ausbildung\/Umschulung begonnen. Die Ausbildung ist sehr theoretisch aufgebaut und man macht wenig praktische Erfahrungen. Deshalb wird berichtet, sei diese Ausbildung\/Umschulung oft nicht so anerkannt wie eine \u201e\u00fcbliche\u201c Ausbildung. Viele Menschen erkranken durch den Arbeitsstress in oder nach der Ausbildung\/Umschulung erneut und werden dann z.B. in die Rurtec vermittelt.<\/dd>\n<\/dl>\n<p><b>Dr. Freiser stellt die Tagesklinik vor:<\/b><\/p>\n<dl>\n<dd>Die Tagesklinik soll Menschen erreichen, die eine intensivere Behandlung ben\u00f6tigen, f\u00fcr die jedoch eine vollstation\u00e4re Behandlung nicht notwendig ist. Sie wird von 8.00 bis 16.00 Uhr besucht. Ziel ist, dass die Klienten in ihrer h\u00e4uslichen und sozialen Umgebung wieder mit den t\u00e4glichen Anforderungen zurechtkommen. T\u00e4tigkeitsschwerpunkt liegt in verschiedenen Einzel- und Gruppengespr\u00e4chen, an denen die Klienten teilnehmen z.B. Sozialkompetenzgruppen, tiefenpsychologische Gruppen, verhaltentherapeutische Gruppen die von \u00c4rzten, Therapeuten und Sozialarbeitern betreut werden. Auch Besch\u00e4ftigungs-, Bewegungs-, und Musiktherapie, sowie Entspannungsverfahren sind Bestandteil der Tagesklinik. Die zust\u00e4ndigen Krankenkassen zahlen den Aufenthalt in der Tagesklinik. Auch l\u00e4ngere Aufenthalte sind m\u00f6glich, da es sich um eine teilstation\u00e4re Einrichtung handelt.<\/dd>\n<\/dl>\n<p>Zusammenfassend wurde gesagt, dass es eine massive Unterversorgung an psychiatrischen Fach\u00e4rzten im D\u00fcrener Raum gibt, was die Klienten sehr unzufrieden macht, da sie dadurch gen\u00f6tigt sind auf andere Kreise auszuweichen um eine fach\u00e4rztliche Versorgung zu erhalten. Grunds\u00e4tzlich kann man sagen, dass die Zahl der Nachsorgeeinrichtungen zeigt, dass sich viele Institutionen mit der Versorgung der Klienten nach dem Klinikaufenthalt besch\u00e4ftigen und bereits eine gute Vernetzung existiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Protokoll des Psychoseseminars vom 17.12.2008 von 19.00 \u2013 21.15 Uhr Protokollant\/in: Fr. Mischke Zun\u00e4chst erfolgt die Begr\u00fc\u00dfung des Auditoriums sowie der anwesenden G\u00e4ste, Dr. Grassnack (RKD); Fr. 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