{"id":137,"date":"2003-07-16T08:53:20","date_gmt":"2003-07-16T06:53:20","guid":{"rendered":"https:\/\/psychose-seminar.info\/?page_id=137"},"modified":"2003-07-16T08:53:20","modified_gmt":"2003-07-16T06:53:20","slug":"selbst-ist-die-frau-der-mann-mit-psychose-erfahrung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.psychose-seminar.de\/?page_id=137","title":{"rendered":"Selbst ist die Frau, der Mann mit Psychose &#8211; Erfahrung"},"content":{"rendered":"<p>Was sollte gef\u00f6rdert werden\u00a0?<\/p>\n<ul>\n<li>1. die F\u00e4higkeit, eigene Entscheidungen zu treffen &#8211; was den Betroffenen von den Professionellen oft abgesprochen wird;<\/li>\n<li>2. \u00fcber den Zugang zu Informationen und Ressourcen zu verf\u00fcgen &#8211; Professionelle haben immer noch oft eine eher paternalistische Haltung;<\/li>\n<li>3. \u00fcber mehrere Handlungsalternativen zu verf\u00fcgen, unter denen man w\u00e4hlen kann;<\/li>\n<li>4. Durchsetzungsf\u00e4higkeit &#8211; nicht psychiatrisch diagnostizierte Personen werden f\u00fcr solches Verhalten auch belohnt, in der Psychiatrie hingegen wird eher &#8222;bestraft&#8220;;<\/li>\n<li>5. das Gef\u00fchl zu haben, als Individuum etwas bewegen zu k\u00f6nnen &#8211; Hoffnung ist ein elementarer Bestandteil menschlichen Lebens;<\/li>\n<li>6. kritisch denken zu lernen; Konditionierungen zu durchschauen und abzulegen das Erz\u00e4hlen der Lebensgeschichte, nicht der Fallgeschichte ist wichtig;<\/li>\n<li>7. Wut erkennen und \u00e4u\u00dfern zu lernen &#8211; der Ausdruck von \u00c4rger bedeutet nicht automatisch eine &#8222;Dekompensation&#8220;, wie es so gerne dargestellt wird;<\/li>\n<li>8. sich nicht allein zu f\u00fchlen, sondern als Teil einer Gruppe zu begreifen;<\/li>\n<li>9. zu der Einsicht zu gelangen, dass jeder Mensch Rechte hat, auch Psychiatrie &#8211; Patienten;<\/li>\n<li>10. Ver\u00e4nderungen im eigenen Leben und im Umfeld zu bewirken &#8211; bewirkt ein Mensch Ver\u00e4nderungen, st\u00e4rkt er oder sie dadurch das Gef\u00fchl, \u00fcber Kompetenz und Kontrolle zu verf\u00fcgen;<\/li>\n<li>11. neue F\u00e4higkeiten zu erlernen, die der Betroffene, nicht der Professionelle f\u00fcr wichtig h\u00e4lt;<\/li>\n<li>12. die Wahrnehmung anderer bez\u00fcglich der eigenen Handlungskompetenz und f\u00e4higkeit zu korrigieren &#8211; es ist ein Vorurteil, dass psychiatrische Patienten nicht ihre Bed\u00fcrfnisse und W\u00fcnsche wahrnehmen k\u00f6nnten;<\/li>\n<li>13. Coming out bez\u00fcglich der eigenen Krankheit, das demonstriert Selbstbewusstsein;<\/li>\n<li>14. ein niemals abgeschlossener, selbst gesteuerter Prozess inneren Wachstums und innerer Entwicklung &#8211; St\u00e4rkung der Eigenmacht ist kein Endpunkt, sondern ein fortlaufender Prozess;<\/li>\n<li>15. sich ein positives Selbstbild zu erarbeiten und die Stigmatisierung zu \u00fcberwinden &#8211; dies wiederum f\u00f6rdert die F\u00e4higkeit, das Leben aktiv zu gestalten, und damit ein positives Selbstbild.<\/li>\n<\/ul>\n<p>An diesen Bausteinen muss sich professionelle Arbeit orientieren, will sie die Betroffenen im Sinne der Selbstbef\u00e4higung unterst\u00fctzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was sollte gef\u00f6rdert werden\u00a0? 1. die F\u00e4higkeit, eigene Entscheidungen zu treffen &#8211; was den Betroffenen von den Professionellen oft abgesprochen wird; 2. \u00fcber den Zugang zu Informationen und Ressourcen zu verf\u00fcgen &#8211; Professionelle haben immer noch oft eine eher paternalistische Haltung; 3. \u00fcber mehrere Handlungsalternativen zu verf\u00fcgen, unter denen man w\u00e4hlen kann; 4. Durchsetzungsf\u00e4higkeit &#8211; [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":14,"menu_order":-47,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.psychose-seminar.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/137"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.psychose-seminar.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.psychose-seminar.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychose-seminar.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychose-seminar.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=137"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.psychose-seminar.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/137\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychose-seminar.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/14"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.psychose-seminar.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=137"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}