{"id":131,"date":"2003-03-19T08:46:14","date_gmt":"2003-03-19T06:46:14","guid":{"rendered":"https:\/\/psychose-seminar.info\/?page_id=131"},"modified":"2003-03-19T08:46:14","modified_gmt":"2003-03-19T06:46:14","slug":"spiel-keine-einsicht-in-die-erkrankung-wer-uebernimmt-die-verantwortung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.psychose-seminar.de\/?page_id=131","title":{"rendered":"Spiel &#8211; Keine Einsicht in die Erkrankung! &#8211; Wer \u00fcbernimmt die Verantwortung?"},"content":{"rendered":"<p><b>Protokoll vom Psychoseseminar am 19.03.2003<\/b><\/p>\n<p>1. \u00dcbliches Prozedere zum Beginn der Veranstaltung. Begr\u00fc\u00dfung von Fr. Dr. Knittel<\/p>\n<p>2. Spiel Fr. Spilles-Schoffers und Fr. Auerswald spielen ein vorher geplantes Wortspiel.<\/p>\n<p>Jede erh\u00e4lt ein Schild auf dem \u201eArzt\u201c drauf steht. Mit einigen S\u00e4tzen wird versucht dar zu stellen, dass jede Spielerin ganz fest davon \u00fcberzeugt ist, der Arzt zu sein und die andere Person aufgrund von festgestellter psychischer Krankheit in die Klinik ein zu weisen.<\/p>\n<p>Das Spiel verlief kurz und war danach nicht ganz transparent f\u00fcr die anwesenden Personen. Durch eine Besprechung wurde das Gemeinte in dem Spiel transparent und konnte gleichzeitig als Br\u00fccke ins Thema genutzt werden. Das sich anschlie\u00dfende Gespr\u00e4ch hatte eine langsame Dynamik, sodass alle Beteiligten nach meiner Einsch\u00e4tzung gut folgen konnten. Erfahrungen aus dem Bereich Krankheitseinsichtigkeit bzw. Krankheitsuneinsichtigkeit wurden geschildert. Eine kl\u00e4rende Ebene wurde von Fr. Dr. Knittel aufrecht erhalten, die ebenfalls Beispiele aus Ihrem Klinikalltag mitgebracht hatte.<\/p>\n<p>Nach der Pause stellte sich die Frage, was man tun k\u00f6nnte. Das Ergebnis der zusammen tragenden Arbeit war umfangreich.<\/p>\n<p>Zusammen getragen wurde unter der Frage: Was kann man tun:<\/p>\n<ul>\n<li>spazieren gehen um ins Gespr\u00e4ch zu kommen, d. h. ein sch\u00f6ner Rahmen wird geschaffen, um Gespr\u00e4chsn\u00e4he zu bekommen<\/li>\n<li>soziales Netzwerk schaffen , damit war gemeint, dass ein Hilfenetz aus Nachbarn, Arzt Familienangeh\u00f6rigen aufgebaut wird, die bei drohender Gefahrt eines Betroffenen gegen sich selbst eingeschaltet werden k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Depotmedikation um \u00fcber einen gewissen Zeitraum einen Medikamentenspiegel zu gew\u00e4hrleisten.<\/li>\n<li>Gesetzliche Betreuung<\/li>\n<li>Behandlungsvereinbarungen (Aufkl\u00e4rung \u00fcber BV\u00a0; auslegen von Faltbl\u00e4ttern)<\/li>\n<li>Geduld: Ein Angeh\u00f6riger schilderte wie \u00fcber die Geduldsschiene eine \u00d6ffnung gegen\u00fcber dem Standort \u201eKrankheitsuneinsichtikeit\u201c geschehen kann.<\/li>\n<li>Sozialpsychiatrischer Dienst (SPD; Gesundheitsamt) Der Nachteil an dieser Institution ist die begrenzte Gesch\u00e4ftszeit und die auftauchende Frage nach einem Kriseninterventionsdienst in der Stadt D\u00fcren.<\/li>\n<li>Institution Notarzt Der Nachteil daran ist, das es u. U. ein fachfremder Arzt sein kann, der weniger kompetent ist und daher es ggf. zu einer Zwangseinweisung kommen k\u00f6nnte.<\/li>\n<li>Patientenfreundlichere Klinikkonzepte (Krisenstation, Krisenbett u.\u00e4.)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nach dem Seminar kam die Frage auf, welche Krisendienste es nun wirklich in D\u00fcren gibt und die Gruppe PS mit der Klinik zusammen ein Krisenkonzept andenken sollte. Die Besprechung zu dieser Denkfigur verlegten wir dann auf Mitte bis Ende des Jahres. Im Juni 2003 soll es ein Treffen geben, um die Themen f\u00fcr das 2. Halbjahr 2003 fest zu legen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Protokoll vom Psychoseseminar am 19.03.2003 1. \u00dcbliches Prozedere zum Beginn der Veranstaltung. Begr\u00fc\u00dfung von Fr. Dr. Knittel 2. Spiel Fr. Spilles-Schoffers und Fr. Auerswald spielen ein vorher geplantes Wortspiel. Jede erh\u00e4lt ein Schild auf dem \u201eArzt\u201c drauf steht. 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